Was ist Miso und warum fördert es die Darmgesundheit?

Immer wieder ergibt sich die Situation, dass ich bei der Vereinbarung eines Beratungs-Termins gefragt werde, ob man denn mit exotischen Zutaten kochen muss, wenn man nach den 5 Elementen der traditionellen chinesischen Medizin leben möchte.

 

Und immer erfolgt ein erleichtertes Seufzen, wenn ich bestätige, dass das überhaupt nicht der Fall ist, dass auch hier der Fokus auf einer regionalen und saisonalen Küche liegt.

 

Ein klitzekleines „Aber“ muss ich dann allerdings doch hinterher schieben.

 

Dieses kleine „Aber“ ist nicht zwingend, und doch ist es das Tüpfelchen aufs i.

 

Schwarz weiß Bild von Zedernfässern auf Gras mit Hütten dahinter. Im Vordergrund steht eine Frau als Comic Zeichnung mit Brille und einem Buch in der Hand. Sie schaut in das Buch. Eine grüne Sprechblase stellt die Frage: Miso und Darmgesundheit

Es gibt eine Handvoll Lebensmittel, die ganz besondere Wirkungen habe und tolle Helfer in der 5-Elemente-Küche sind. 

 

Mit der 5-Elemente-Köchin Elke Euteneuer spreche ich in Podcast über das Thema Miso. Wenn dich das interessiert, dann hör hier rein....

Miso – 1000 kleine Helferlein beim Aufbau einer gesunden Darmflora

Übersetzt aus dem japanischen bedeutet Miso: „Quelle des Geschmacks“.

 

Miso ist eine milchsauer vergorene Paste aus Sojabohnen.

 

Sojabohnen sind schwer verdaulich und es ist für den Körper, vor allen Dingen, für eine geschwächte Mitte, nicht einfach, die guten Inhaltsstoffe entsprechend aufzuschlüsseln und zu verwerten.

 

Und genau da punktet Miso.

 

Im Miso sind sämtliche wertvollen Inhaltsstoffe vollständig aufgeschlossen und verfügbar.

 

Das ist das Ergebnis des Herstellungsprozesses.

 

Die gekochten Sojabohnen werden mit Gerste oder Reis sowie mit Salz vermischt, und mit einer Schimmelkultur versetzt. Diese Schimmelkultur heißt Koji. Auf diese Weise geimpft lagern die Sojabohnen über ca. 1-3 Jahre in Zedernholz-Fässern. Diesen Vorgang nennt man Fermentation. Eine Fermentation ist ein bestimmter enzymatischer Prozess durch Bakterien, der dazu führt, dass aus den ehemaligen Sojabohnen eine würzige Paste entsteht, die mit Enzymen angereichert ist.

 

Miso enthält alle essentiellen Aminosäuren, Linolsäure, Lezithin, Kalzium, Eisen, Phosphor, Kalium, Natrium und viele B-Vitamine.

 

Miso ist reich an Enzymen und vor allen Dingen enthält es viele nützliche Bakterien.

 

Dadurch pflegst du deine Darmflora. Das unterstützt deine Verdauung und hält deine Darmschleimhaut gesund. Und da kann gerade ein sensibler Bauch wirklich jede Hilfe gut gebrauchen.

 

 

In einer alten Legende heißt es, dass im alten japanischen Kaiserreich geistig arbeitende Menschen mit der Kostbarkeit Miso unterstützt wurden. Womit wir wieder bei der Darm-Hirn-Achse wären 😉, denn diese Unterstützung war nicht uneigennützig. Auf diese Weise sollten die Gelehrten dem Wohle der Gemeinschaft besser dienen können.

Worauf solltest du beim Kauf von Miso achten?

Sojaprodukte werden oftmals aus gentechnisch veränderten Sojabohnen hergestellt. Um das auszuschließen solltest du auf Produkte in Bio-Qualität zurückgreifen.

 

Es lohnt sich auch immer, einen prüfenden Blick auf das Etikett zu werfen.

 

 

Da lange Fermentationszeiten oft aufgrund der Wirtschaftlichkeit mit einigen Kniffs und Tricks und unerwünschten Zutaten umgangen werden, macht es auch aus dieser Perspektive Sinn, das Etikett genau zu studieren. Auch hier habe ich bei Bio-Produkten ein besseres Gefühl. 

Wie lange hält sich Miso?

Du kannst Miso im Kühlschrank lagern. Durch den Fermentationsprozess ist es lange haltbar. Ich lagere Miso ungefähr ein halbes Jahr im Kühlschrank. Ich beschrifte die Verpackung beim Öffnen und ich achte darauf, dass ich nur saubere Löffel verwende. 

Miso bitte nicht kochen!

Wenn du Miso in eine kochende Flüssigkeit einrührst, dann zerstörst du die vielen kleinen Helferlein. Oder anders ausgedrückt, Kochen zerstört einen Großteil der wertvollen Enzyme.

 

Ich löse also genau so viel Miso, wie ich in mein Gericht geben möchte in etwas Wasser auf, und rühre es erst in meine Suppe ein, wenn ich diese auf dem Teller habe. Dann ist sie schon etwas abgekühlt.


 

Für eine Portion reicht ein ca. 1-2 cm langer Strang bzw. ca. 1 gestrichener Teelöffel.

 

Ich esse Miso ca. 1-2 x in der Woche. Manchmal vergesse ich es auch und manchmal esse ich es dann wieder verstärkt. Ich bin auch nur ein Mensch, und vielleicht ist es auch gerade gut, nicht wie ein Roboter zu essen 😉.

 

Mein Tipp: Starte für den Anfang mit einer kleinen Portion und teste dich an Geschmack und Handhabung langsam heran.

 

Fast hätte ich es vergessen:

Es gibt dunkles Miso (z.B. Genmai Miso) und helles Miso (z.B. Shiro Miso). Je dunkler ein Miso ist, umso würziger wird es, und umso mehr beeinflusst es die Farbe deines Gerichts. Helles Miso ist milder und eignet sich auch z.B. für helle Suppen, Eintöpfe oder Soßen.

 

Ein schönes Rezept für eine Miso Suppe (mal ganz anders, als du sie vom chinesischen Restaurant kennst ;)) findest du hier....

Ist noch eine Frage offen?

Hast du schon einmal Miso verwendet?

Hinterlasse mir gerne einen Kommentar.

 

Wenn du mehr von mir hören möchtest, dann abonniere meinen Newsletter.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0